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01.07.20

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Der berühmte MARIA THERESIA Lüster war geboren

Die Entstehung des Maria-Theresia-Lüsters


Eine Ikone der Kristallleuchten seit 1746

Kaum ein Kronleuchter steht so sehr für die Eleganz und Pracht europäischer Kristallleuchten wie der Maria-Theresia-Lüster. Seine charakteristische Konstruktion aus einem Metallgestell, aufgelegten Glasleisten, Kristallrosetten und aufwendig geschliffenem Kristallbehang prägt diesen Leuchtentyp bis heute.

Die Geschichte dieses außergewöhnlichen Kronleuchters führt zurück in das Böhmen des 18. Jahrhunderts – und ist eng mit der Geschichte von CHRISTOPH PALME verbunden.

Die Anfänge der böhmischen Kristallleuchten

Bereits im Jahr 1724 fertigte Josef Palme, Gründer des Familienunternehmens, gemeinsam mit seinem Bruder Christoph einen sechsarmigen Glaslüster für Prinz Eugen von Savoyen.

Nur wenige Jahre später folgten weitere bedeutende Aufträge. 1727 wurden Kristallleuchten für König Ludwig XV. von Frankreich gefertigt. Im selben Jahr erhielt auch das Brüsseler Palais der Großfürstin Maria Elisabeth prachtvolle Lüster aus böhmischer Fertigung.

Die Region um Steinschönau in Böhmen entwickelte sich in dieser Zeit zu einem bedeutenden Zentrum der europäischen Glas- und Leuchtenkunst.

1746 – Der Maria-Theresia-Lüster entsteht

Im Jahr 1746 erhielt die Manufaktur den Auftrag, Kristallleuchten für die Wiener Residenz von Maria Theresia von Österreich anzufertigen.

Für diesen Auftrag entstand eine besondere Konstruktion, die sich von bisherigen Kronleuchtern deutlich unterschied und später unter dem Namen Maria-Theresia-Lüster weltbekannt wurde.

Typisch für diese Bauweise sind:

  • ein tragendes Gestell aus geschmiedetem Flacheisen,
  • eine Verkleidung der Metallarme mit geschliffenen Glasleisten,
  • Kristallrosetten zur dekorativen Abdeckung der Verbindungsstellen,
  • reichhaltiger geschliffener Kristallbehang,
  • sowie der charakteristische korbförmige Aufbau des Leuchters.

Durch die Kombination von Metall, Glas und geschliffenem Kristall entstand ein Kronleuchter von außergewöhnlicher Leichtigkeit und Brillanz.

Der berühmte Maria-Theresia-Lüster war geboren.

Was macht einen Maria-Theresia-Lüster so besonders?

Das charakteristische Merkmal ist die nahezu vollständige optische Verkleidung der tragenden Metallkonstruktion mit Glas. Geschliffene Glasleisten folgen den geschwungenen Armen des Leuchters, während Rosetten und Kristallbehänge die Konstruktion zusätzlich verzieren.

Das einfallende Licht wird dadurch vielfach gebrochen und reflektiert. Gerade in Verbindung mit hochwertigem Kristall entsteht das typische Funkeln, das den Maria-Theresia-Lüster seit Jahrhunderten auszeichnet.

Bis heute werden Leuchten dieser Bauart in unterschiedlichen Größen gefertigt – vom kleineren Wohnraumlüster bis zum monumentalen Kronleuchter für Kirchen, Hotels, Schlösser und repräsentative Gebäude.

Von Wien in die Welt

Der Erfolg böhmischer Kristallleuchten setzte sich im 18. Jahrhundert fort. 1754 wurde ein Leuchter für den Palast des Sultans Osman III. gefertigt, 1756 folgten Lieferungen an den Hof der russischen Zarin Elisabeth.

In den folgenden Generationen entwickelte sich CHRISTOPH PALME zu einem international bekannten Hersteller hochwertiger Kristallkronleuchter. Die Leuchten gelangten in Schlösser, Paläste, Kirchen, Moscheen, Hotels und Regierungsgebäude auf der ganzen Welt.

Ein Kronleuchter-Stil, der bis heute weiterlebt

Fast drei Jahrhunderte nach seiner Entstehung gehört der Maria-Theresia-Lüster noch immer zu den bekanntesten klassischen Kronleuchterformen überhaupt.

Originale historische Leuchten werden restauriert und erhalten, während traditionelle Formen auch heute noch neu interpretiert werden. Glasleisten, Kristallrosetten, Lüsterbehang und weitere Ersatzteile spielen deshalb auch bei der Restaurierung historischer Maria-Theresia-Leuchten eine wichtige Rolle.

CHRISTOPH PALME führt die über 300-jährige Familientradition heute in der 11. Generation fort. Das historische Wissen rund um Kristallleuchten verbindet sich dabei mit dem heutigen Handel mit Leuchten, Lüsterkristallen, Ersatzteilen und Zubehör für die Restaurierung und Erhaltung wertvoller Leuchten.

Der Maria-Theresia-Lüster – ein Stück europäische Leuchtenkultur

Was 1746 mit einem besonderen Auftrag für Maria Theresia begann, entwickelte sich zu einer Leuchtenform, die bis heute weltweit bekannt ist.

Mit seinen geschwungenen, glasverkleideten Armen, den charakteristischen Rosetten und dem funkelnden Kristallbehang verkörpert der Maria-Theresia-Lüster wie kaum ein anderer Kronleuchter die Verbindung von böhmischer Glaskunst, traditionellem Handwerk und zeitloser Eleganz.